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09.08.07

Permalink 11:04:29, von AMD Email , 701 Wörter, 176 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Virtual Life

Informations Overload

Der Informations-„Overload“ kostet Manager zu viel Zeit

Was wäre das Internet ohne die Suchmaschinen? Eine unüberschaubar große Wissensansammlung außerhalb gezielter Zugriffsmöglichkeit. Obwohl Suchmaschinen gleich nach Emails als beliebteste Internetanwendung gelten, - im Jahr 2003 wurden weltweit rund 550 Millionen Suchanfragen pro Tag gestellt bei steigender Tendenz -, werden immer häufiger Klagen laut, dass der Zeitaufwand für das Auffinden relevanter Informationen unverhältnismäßig hoch sei. Die amerikanische Unternehmensberatung Bersin & Associates legte hierzu erstmals Zahlen vor.

Wie und wo informieren sich Führungskräfte?

Unter dem Titel „Wie sich Führungskräfte informieren“ veröffentlichte Bersin & Associates eine Studie über Informationsgewohnheiten und Zeitaufwand im Management, die ein kritisches Licht unter anderem auf die Recherche mit Internet-Suchmaschinen wirft. Zwar fühlt sich die Mehrheit der Führungskräfte zeitgemäß informiert, doch um es zu bleiben, setzen 36 Prozent der befragten Manager zwischen zwei und vier Stunden und 37 Prozent mehr als vier Stunden Zeit pro Woche ein. Umgelegt auf das Durchschnittsgehalt einer Führungskraft bedeutet dies beträchtliche Kosten, selbst wenn dabei vergebene Gelegenheiten, verspätete Entscheidungen oder andere geschäftliche Auswirkungen noch gar nicht berücksichtigt sind.

Ursprünglich wurden Suchmaschinen als Instrumente entwickelt, um einen Überblick über das Geschehen der Zeit und einen schnellen Zugriff auf gewünschte Informationen sicherzustellen. Doch mit größeren Bandbreiten, weiterer Verbreitung und häufigerer Nutzung, durch die sich das Internet rasant entwickelte, mussten auch Suchmaschinenanbieter wie Google (51% Marktanteil), Yahoo (24% Marktanteil), MSN (13% Marktanteil) oder AOL (5% Marktanteil) immer weiter verfeinerte Suchtechniken und –strategien konzipieren, um den Auskunftswünschen einerseits und ihren Geschäftsmodellen andererseits Rechnung zu tragen. Neue Suchmasken und zusätzliche Dienste kamen den Anwendern entgegen. Werbung, die gezielte Platzierung von Anzeigen oder das Modell „pay for click“ schlagen auf der Einnahmenseite der Suchmaschinenanbieter zu Buche - nicht immer zur Freude der Nutzer. Derzeit tauchen bei bis zu 50 Prozent aller Suchanfragen bezahlte Anzeigen auf. Sie kosten vor allem die Zeit der Anwender.

Gemäß der Analyse von John Batelle – dem Autor des Buches „Die Suche“ beschränkt sich der User auf die ersten 20 – 25 Links auf den ersten beiden Google Seiten – hier herrscht also ein erbitterter Kampf um die ersten Plätze.

Derzeit sprießen Suchmaschinenoptimierer wie Pilze aus dem Boden. „Wir bringen Ihre Firma unter die 10 ersten Suchergebnisse bei Google“ ist ein bekanntes Zitat aus der Werbung. So kommt es vor, dass der eingegebene Suchbegriff nicht im Geringsten etwas mit der Seite zu tun hat auf die man verlinkt wird.

Die Suche nach Schlagworten im Internet gestaltet sich nicht immer einfach. Gibt man beispielsweise den Begriff „Management“ in Google ein, so erscheinen knapp 2 Milliarden Links, bei dem Begriff “Coaching“ knapp 200 Millionen Links.
Eindeutig zu viel des guten – denn gemäß einer aktuellen Statistik geben 90% der Suchmaschinenbenutzer lediglich einen Suchbegriff ein.

Vom Suchen und Finden

Bei einer Suche ist es wichtig dass man weiß, wonach man sucht, beim Finden geht es darum auf Informationen und Quellen zu stoßen die man vorher gar nicht kannte. Daher ist Finden ein viel umfangreicherer Vorgang als die Suche.

Der Bedarf an vertikalen Suchmaschinen speziell auf Zielgruppen zugeschnitten, hat vor diesem Hintergrund in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Verschiedene Anbieter haben diesen Trend erkannt und bieten auf einzelnen Seiten Services an, die das Finden erleichtern sollen.

Der Fundus an bereits vorhandenem Wissen ist auf ein nie da gewesenes Maß gewachsen – hier gilt es nun Tools zu schaffen um die relevanten Information zum richtigen Zeitpunkt zu finden.

Werbeportal oder Lizenzportal?

Es existieren eng genommen eigentlich nur diese beiden Modelle. Entweder lässt der User zu, dass Werbebotschaften in seiner Suche auftauchen – oder aber der User erwirbt eine Lizenz die ein werbefreies und eventuell sogar auf firmenspezifische Inhalte optimiertes System anbietet.

Manager werden mehr Eigenverantwortung in der persönlichen Weiterbildung übernehmen.

Manager werden in der Zukunft vermehrt Ihre eigene Weiterbildung in die Hand nehmen. Wissen muss schnell und einfach zugänglich sein – mit ein paar wenigen Mausklicks. Die Zeit in der eine Führungskraft sich bei mehreren Portalen mit Informationen versorgt neigt sich dem Ende zu. Die Konzentration auf relevante und gut aufbereitete Informationen wird der Markt der Zukunft sein.

Trends im Markt sind zum Beispiel Zusammenfassungen – ob dies nun Buchzusammenfassungen oder generelle Themenzusammenfassungen sind – die Entscheidung liegt beim Benutzer – wie viel Zeit habe ich – und wie tief möchte ich in ein Thema einsteigen.

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